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Soziales - News

29. July 2010

Lücke am Ausbildungsstellenmarkt kann nicht geschlossen werden



Noch immer suchen viele Unternehmen händeringend nach Bewerbern für Ihre Ausbildungsplätze.
945 Lehrstellen sind bei der Arbeitsagentur und den Arbeitsgemeinschaften (ARGEn) derzeit noch als unbesetzt registriert.


Der größte Teil davon stammt aus dem Hotel- und Gastronomiegewerbe. So sind aktuell noch 174 Ausbildungsplätze als Koch bzw. Köchin zu vergeben, 164 zukünftige Restaurantfachleute, 109 Hotelfachleute und 41 Fachkräfte im Gastgewerbe werden noch gesucht.

 

Das der Schwerpunkt bei den offenen Stellen gerade im Tourismusbereich liegt, ist für Dr. Jürgen Radloff, den Vorsitzenden der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit, nicht ungewöhnlich. „Wir sind eine stark vom Tourismus geprägte Region und dementsprechend stammt auch das Gros der freien Ausbildungsstellen aus diesem Bereich. Allerdings decken sich die Wunschberufe unserer Jugendlichen nicht immer mit diesem Angebot.“

 

So wird etwa die TOP-10 der Traumberufe bei den Jungen angeführt vom Kraftfahrzeugmechatroniker gefolgt vom Verkäufer. Bei den Mädchen stehen Verkäuferin und Kauffrau im Einzelhandel ganz oben auf der Hitliste der zukünftigen Traumkarrieren.

 

Trotz der Unterschiede zwischen Wunschberufen und angebotenen Lehrstellen, bleibt das Hauptproblem des Ausbildungsmarktes jedoch die immer weiter rückläufige Zahl der Schulabgänger und damit Ausbildungsplatzbewerber.

 

Derzeit haben sich 2.159 Jugendliche bei den Berufsberatungen als Bewerber um einen Ausbildungsplatz registrieren lassen, 441 bzw. 17 Prozent weniger als noch vor einem Jahr. Demgegenüber wurden den Arbeitsagenturen und ARGEn 2.845 Lehrstellen zur Besetzung angeboten.

 

„Dies ergibt eine deutliche Lücke, die nicht geschlossen werden kann. Denn ein Ansteigen der Schulabgängerzahlen ist in den nächsten Jahren nicht abzusehen“, so Dr. Jürgen Radloff. „Viele Unternehmen werden daher ihre Anforderungen an ihre zukünftigen Bewerber deutlich herunterschrauben müssen und auch Schulabgängern eine Chance geben, die nicht die ursprünglich erwarteten Schulabschlüsse oder Noten mitbringen. Damit die Ausbildung trotzdem klappt, kann die Arbeitsagentur leistungsschwächere Auszubildende mit den sogenannten ausbildungsbegleitenden Hilfen (abH) unterstützen.“

 

Text: Bundesagentur für Arbeit

 

Redaktion: Greifswald TV




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